Kap Arkona – BunteWände auf Rügen

Das Bild für das Kap Arkona auf Rügen war für mich eine echten Herzensangelegenheit!

Das Kap ist (fast) der nördlichste Punkt auf der Insel. Durch die berühmten Kreidefelsen und den Leuchtturm zählt das Kap auf jeden Fall zu einem der Touristenhochburgen der Insel. Das Bild steht unmittelbar auf den Kreidefelsen, die Bäume im Hintergrund haben schon die Aufgabe die Steilküste zu befestigen. Selten bekommt man die Chance an so einem schönen Pfleckchen Erde seine Spuren zu hinterlassen. Selbst vom Leuchtturm aus kann man das Bild noch gut sehen.

Künstlerisch durfte ich mich austoben und mehr oder minder machen was ich wollte. Herausgekommen sind sechs Stellwände mit je einem Buchstaben darauf, die zusammengenommen das Wort Arkona bilden.Besonders gefallen haben mir persönich das K und das O. Das „K“ habe ich aus alten Treibholz und angespülten Tauen zusammengebaut. Das Rettungsring – O habe ich als Fotowand für die Touristen geplant und mich resig gefreut als schon beim Malen die Köpfe durchsteckten wurden.

Alles in allem hatte ich eine wunderschöne Zeit dort und konnte das Kap noch ein bisschen attraktiver machen.

 

 

Graffiti auf dem Bauernhof, Münster – Sprakel

Güllesilos sind selten eine Schönheit in der Landschaft. Das sollte bei diesem Silo anders sein!

Es ging darum das Silo in die vorhandene Landschaft einzupassen. Dafür habe ich mich beim Malen der Klinker stark an den Nachbargebäuden orientiert. Sowohl das Format der Steine als auch der Farbton sind eng auf die Steine des Nachbargebäudes abgestimmt. Das hat sich bezahlt gemacht, man muss jetzt zweimal hinsehen, ob es sich um bemalten Beton oder echten Klinker handelt.

Da nur Klinker zu malen ein wenig langweilig geworden wäre habe ich noch ein paar Tiere vom Bauernhof ergänzt. Kurzerhand wurde einer der Bullen im Stall abfotografiert und auf die Wand gemalt. Auf der anderen Seite des Silos schaut ein glückliches Schweinchen heraus.

Das Bild passt sich super in die Umgebung ein, der hässliche Betonklotz ist jetzt zum Hingucker geworden.

Eishalle Moers Graffiti

Das Graffiti in der Eishalle Moers

Das Graffiti in der Eishalle Moers war wieder ein riesen Projekt. Insgesamt haben 650m² im Innen- und Außenbereich frische Farbe bekommen.

Konzept für die Eishalle Moers

Die Idee war es, die gesamte Eishalle in ein riesiges Raumschiff zu verwandeln. Im Laufe der Planung entwickelte sich nach und nach das passende Konzept.

  • Die riesige (orange) Wellblechfäche aus den 70ern sollte zur Startrampe ins All werden. Der Blick aus dem Hangar ins All ließ die ganze Halle noch mehr Tiefe bekommen. Das Logo der Enni Eiswelt ist ein Eisplanet mit Ring, das wurde mit dem großen Planeten im Vordergrund aufgegriffen und eingearbeitet.
  • Die Seitenwände wurden mit Raumschifffenstern aufgebrochen, die den Blick ebenfalls in den Weltraum lenken.
  • Die riesigen Klimaanlagen wirkten ohnehin schon wie Technik aus dem Raumschiff. Unterhalb der Anlage wurde ein Rauschiffreaktor gemalt, der die gelben Röhren aufgreift und integriert. Die vorhandene Technik wurde so mit dem Bild zusammengeführt.
  • Die Außenfassade sollte einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, was später im Raumschiff passiert. Vorbeifliegende Raumschiffe und leuchtende Planeten machen Lust auf einen Besuch.

Umsetzung

Das malen des Graffiti war eine Aufgabe für sich. Das alte Trapezblech hatte über die Jahrzehnte ordentlich Dreck angesammelt und brauchte erstmal aufwendige Vorarbeiten. In 10 Metern Höhe wurden die Bleche gereinigt, angeschliffen und grundiert, bevor es mit der Bemalung losgehen konnte.

Auch das malen selbst war aufwendig. Um sich das Bild beim malen anschauen zu können mussten wir immer wieder den Hubwagen herunterfahren und in die Mitte der Halle gehen. Anders bekam man keinen Eindruck von den Bild und den Proportionen. 7 Wochen dauerte es, bis sich die Enni Eiswelt in ein Raumschiff verwandelt hatte.

Wer sich das Werk mal anschauen will findet hier Öffnungszeiten, Preise und natürlich die Adresse: www.enni.de/sport-baeder/sport/ennieiswelt/

Das größte Graffiti, NaturaGart

Der Tempel im Park von NaturaGart

Im letzten Frühjahr durfte ich eins der größten Graffiti in NRW malen. Insgesamt wurden etwas mehr als 700m² Fläche neu gestaltet. Das Besondere an diesem Auftrag war nicht nur die Größe der Fläche, sondern auch Ihre Form. Die Firma NaturaGart hatte als Attraktion für die Besucher Ihres Parks einen ägyptischen Tempel aus Beton bauen lassen. Es war schon der zweite Tempel der dort gebaut wurde. Der erste wurde Jahre zuvor im hauseigenem Tauchpark versenkt und dient seitdem Tauchern als Attraktion. Der nackte Beton des neuen Tempels wirkte wenig einladend und wenig ägyptisch. Das ließe sich ändern: sämtlichen Wände, Decken, Säulen und das Relief auf der Vorderseite wurden bemalt.

Planungsphase

Mal etwas ganz anderes war es für mich, ein unauffälliges Bild zu malen. Die meisten Bilder sollen Auffallen und ein Hingucker sein. Dieses Bild nicht. Der Tempel sollte sich ganz unaufgeregt in die Landschaft integrieren und zum Rest der Parkanlage passen. Bereits die Planung des Projekts nahm einige Zeit in Anspruch. Erste Entwürfe wurden angefertigt, wieder verworfen und überarbeitet. Es enstanden erste „Mustersteine“ in den verschiedensten Farben auf Leinwänden und schließlich legten wir den Farbton für den Grundanstrich fest. Ein Graffiti in dieser Größenodnung war bislang bestenfalls von sehr wenigen Sprayern gemalt worde und auch mir fehlte die Erfahrungen mit solch großen Flächen. Zur Unterstützung holte ich mir den Illustrator Dirk Sanbaumhüter dazu. Die ersten gemeinsamen Bilder malten wir bereits vor über 15 Jahren.

Umsetzung

Der Start der eigentlichen Arbeiten verzögerte sich dann witterungsbedingt bis in den April. Für die Sprühdosen wären die nächtlichen Temperaturen kein Problem gewesen, für die vorher sinnvolle Fassadenfarbe jedoch schon. Eine Woche nachdem die Maler gestartet waren konnte auch ich loslegen.Nach und nach bekam jeder Stein die passende Farbe. Der Großteil des Bildes wurde mit Sprühdosen gemalt, bei feinen Details griff ich regelmäßig zur Airbrushpistole oder zum Pinsel. Knapp 2 Monate dauerte es schließlich, bis der Tempel komplett bunt war.

Das ägyptische „NaturaGart“ Wandbild

Ein besonderes Highlight ist mit Sicherheit das Wandbild im ägyptisch Stil. Bereits beim Malen wurden wir immer wieder von interessierten Besuchern angesprochen, schließlich wurde es sogar in die täglichen  Parkführungen eingebaut.

Das ägyptische Wandbild soll stark vereinfacht die Bereiche der Firma NaturaGart darstellen. Dafür galt es zunächst einmal die einzelnen Arbeitsbereiche innerhalb der Firma zu erfassen, sie irgendwie zu kategorisieren um sie dann in ein altägyptisches Wandbildes einzubringen. Trotz dieser „Übersetzung“ sollte der interessierte Betrachter noch die Möglichkeit haben, das Bild zu verstehen. Zentral über allen anderen Elementen schwebt nun das Logo der Firma NaturaGart. Darunter finden sich die Bilder der vielen Mitarbeiter und Besucher. Wer sich etwas Zeit für das Bild nimmt kann beispielsweise Landschaftsgärtner, Biologen, die Verwaltung, das Cafe und natürlich den Park selber entdecken. Wer noch mehr zu dem Wandbild erfahren will, findet hier ein kurzes Video.

 

 

Graffiti

Graffiti mit Dschungelmotiven

Bei diesem Graffiti wurde ein weißer Wintergarten in eine farbenfrohe Dschungellandschaft verwandelt.

Wiedermal ein Auftrag, der wirklich viel Spaß gemacht hat. Die Familie hat ihr lang erspartes Geld in den Ausbau des Wintergartens gesteckt. Auf das Ergebnis bin ich ein wenig neidisch – einen bunter Wintergarten mit schicken Pool darin wäre auch etwas für mich.

Diesmal hatte ich fast völlig freie Hand. Es gab im Vorfeld keine Entwürfe, sondern nur ganz grobe Vorgaben. Das Bild entwickelte sich freestyle, direkt auf der weißen Wand. Von der Familie hatte ich lediglich die Vorgabe erhalten, dass ein Dschungel mit Wasserfall und einem Gorilla entstehen sollte. Nur mit Hilfe von ein paar Fotos aus dem Dschungel entwickelte sich dieser Graffitiauftrag nach und nach.

Besonders stolz bin ich auf den Papagei. Er ist meine erste Arbeit mit der Airbrushpistole. Die Airbrushpistole hat mich direkt fasziniert; unglaublich welch feine Details man damit malen kann. Die Arbeit mit dieser für mich neuen Technik hat auf Anhieb gut geklappt und ich freue mich schon auf die nächsten Bilder.