Mein Werdegang

Mein Lebenslauf

Sebastian Rolf
Sebastian Rolf

Schulischer Werdegang

Geboren und aufgewachsen bin ich in Ibbenbüren. Nach meinem Abitur machte ich meinen Zivildienst als Altenpfleger bei der Caritas. Im Anschluss studierte ich in Münster Gymnasiales Lehramt mit den Fächern Geschichte und Katholische Religion. Mein erstes Staatsexamen legte ich 2010 ab. In meiner Examensarbeit erforschte ich die Geschichte der Juden in Ibbenbüren während der NS-Zeit.
In den Jahren 2011-2013 machte ich mein Referendariat am Studienseminar in Recklinghausen. Zugewiesen wurde ich dem nahe gelegenem Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick.
2013-2014 arbeitete ich an der Realschule in Ennepetal als Vertretungslehrer.
Nachdem die Vertretungsstelle 2014 auslief, entschied ich mich das Risiko einzugehen und mein Hobby zum Beruf zu machen. Was damals bei vielen Freunden und Verwandten auf großes Unverständnis stieß, war aus heutiger Sicht eine meiner besten Entscheidungen. Heute kann ich von meinem vorherigen Hobby nicht nur Leben, meine Arbeit macht mich glücklich.
 

 Entwicklung als Künstler

Freude an Bilder habe ich bereits seit ich denken kann. Schon in der Schulzeit mussten mich meine Lehrer regelmäßig ermahnen, mit dem Gekritzel aufzuhören. Es muss etwa 1996 gewesen sein, als ich bei einem Freund die ersten Graffitimagazine in die Hand bekommen hatte. Seitdem hat mich Graffiti nicht mehr losgelassen. Bereits ein Jahr später malte ich meine ersten eigenen Bilder mit der Sprühdose.
Mit meinem Umzug nach Münster eröffneten sich mir dann ganz neue Perspektiven. Die dortige Szene war erheblich größer, hatte viele talentierte Maler die ganz unterschiedlich an ihre Bilder herangingen. An sonnigen Tagen waren damals an den legalen Flächen am Haverkamp etliche Sprayer am Malen. Viele bunte Bilder und echte Freundschaften entstanden in dieser Zeit.
Auch meine ersten Versuche Leinwände zu bemalen fielen in diesen Zeitraum. Ich nutzte dafür nicht nur Sprühdosen, sondern alles was mir in die Hände kam. Die Bilder fanden oft positiven Anklang, sodass ich mehrfach die Gelegenheit bekam meine Werke auszustellen. "Rettet den Haverkamp", "OffenenAteliers" boten mir regelmäßig die Chance meine Bilder bei Gemeinschaftsausstellungen einem breiten Publikum  zu präsentieren. Beim "Szena Kultura" Festival der Asta Münster war ich erstmals der einzige bildende Künstler. Bei der Einzelausstellung im Picknickpark gelangen mir meine ersten Verkäufe. Trotzdem war die Kunst für mich stets nur ein Hobby und bot in meinen Augen keine Perspektive um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
 
Auch während meines Referendariats am Willy-Brandt-Gymnasium konnte ich die Finger nicht von den Farben lassen. Ich leitete eine Graffiti-AG und gestaltete mit meinen Schülern die Schule ein wenig bunter. Mit viel Freude malten wir u.a. Potraits von Willy-Brandt oder sprayten das Schullogo direkt in den neuen Eingangsbereich. BunteWaende ziehen sich also wie ein roter Faden durch mein Leben. Farben begleiten mich seit vielen Jahren und bunte Wände sehe ich als meinen Beitrag dazu, die Welt zu einem etwas schöneren Ort zu machen.